Mein Ansatz

Mein Unterrichtsstil

Meine Yogaausbildung habe ich im traditionell geprägten Sivananda-System nach Swami Sivananda bei Yoga Vidya absolviert. Im Laufe meiner Unterrichtspraxis habe ich dieses Wissen jedoch weiterentwickelt und an die Realität moderner Körper angepasst.

Dabei ist mir zunehmend bewusst geworden, dass viele klassische Yogaformen historisch stark von männlichen Körpern geprägt sind. Sie setzen häufig den Schwerpunkt auf Dehnung und Flexibilität, während Kraft und Stabilität weniger im Fokus stehen.

Aus meiner Erfahrung heraus braucht der weibliche Körper jedoch – ebenso wie der männliche – beides: Beweglichkeit und eine tiefe, stabilisierende Kraft.

Ich meine damit nicht oberflächliches Muskeltraining, sondern eine tiefgreifende Kräftigung, die den Körper einlädt sich aufzurichten, zu stabilisieren und langfristig zu entlasten.

Mein Ansatz

Kraft, Weichheit, Balance

Einseitige Belastungen im Alltag, beruflicher Stress sowie zu wenig Ruhe- und Erholungsphasen führen bei vielen Menschen zu chronischen muskulären Spannungen.

Deshalb arbeite ich in meinem Unterricht nicht nur mit klassischen Dehnübungen und Kräftigung, sondern ergänze die Asanas gezielt durch die Integration isometrischer Übungen aus der Schmerztherapie. Diese Form der Muskelarbeit wirkt tief im Körper und unterstützt Stabilität, Haltung und Körperbewusstsein.

Gleichzeitig ist es mir wichtig, dem Körper wieder Impulse zur Entspannung und Weichheit zu geben. Denn echte Balance entsteht nur dort, wo Spannung und Loslassen miteinander in Beziehung stehen.

Atmung und Bewusstsein

Ein zentraler Bestandteil meines Unterrichts ist die bewusste Atmung.
Die Atmung verbindet Körper und Geist und hilft dabei, Spannungen wahrzunehmen und Schritt für Schritt zu lösen. Sie unterstützt nicht nur die körperliche Praxis, sondern auch die innere Regulation und Ruhe.

Unser Atem und unser innerer Zustand stehen in enger Wechselwirkung. In Stresssituationen wird die Atmung häufig flacher und schneller – eine natürliche Reaktion des Körpers, die auf den uralten Kampf-oder-Flucht-Mechanismus zurückgeht. Diese Art zu atmen kann innere Unruhe verstärken und sich auf unsere Gedanken und unser Handeln auswirken.

Durch eine bewusste, vollständige Atmung können wir dem Nervensystem ein Signal von Sicherheit und Entspannung vermitteln. So entsteht die Möglichkeit, aus automatischen Stressreaktionen auszusteigen, wieder präsenter zu werden und den Kontakt zu sich selbst zu vertiefen.

Ergänzend integriere ich Yoga-Atemtechniken und intuitive Meditationen, um die Wahrnehmung zu verfeinern, die innere Balance zu stärken und den Zugang zu Stille und Achtsamkeit zu erleichtern.

Entschleunigung als Praxis

Ich lege großen Wert darauf, meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder zur Entschleunigung einzuladen.

Yoga ist für mich kein schneller Leistungsprozess, sondern ein Raum, in dem sich der Körper neu organisieren darf.

Dazu gehört, muskuläre Spannungen bewusst loszulassen, den eigenen Rhythmus zu finden und wieder mehr in Kontakt mit dem eigenen Körper zu kommen – jenseits von Leistung und Perfektion.